Postnatale Depression – gibt es neue Lösungsansätze?

Studien haben ergeben, dass etwa jede 5. Frau an einer postnatalen Depression erkrankt. Ich bin auf dem Blog von Naturally Healthy Mind über neue Empfehlungen zu der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln während der Schwangerschaft gestoßen. Auf diese Weise kann der postnatalen Depression vorgebeugt werden. Das Wichtigste habe ich nachfolgend einmal zusammengefasst:

 

Wie wahrscheinlich ist es, dass ich nach der Geburt an einer postnatalen Depression leiden werde?

Eine postnatale Depression, besser unter Wochenbettdepression oder „Baby Blues“ bekannt, kann bis zu zwei Jahren nach einer Geburt auftreten. Es heißt, bis zu 20 Prozent aller Frauen sind nach der Geburt eines Kindes von einer postnatalen Depressionen betroffen.“Post“ bedeutet „nach“ und „natalis“ heißt „Geburt“ – der Begriff stammen aus dem Lateinischen.

Dabei können die Ausprägungen unterschiedlich stark sein. Meist zeigen sich jedoch leichte bis schwere Depressionen schon vier bis sechs Wochen nachdem entbunden wurde.

Viele Frauen wählen hier ganz bewusst alternative Möglichkeiten und grenzen sich von den schulmedizinischen Behandlungsformen ab. Dadurch wird versucht, auf die Ansätze des Krankheitsverlaufs präventiv einzuwirken und diese positiv zu beeinflussen. Die Nebenwirkungen von Antidepressiva sind nicht zu unterschätzen und sollten natürlich insbesondere während der Schwangerschaft und Stillzeit sehr kritisch hinterfragt werden.

Rund 15-20% aller Frauen stürzt die Geburt in die eine postnatale (postpartale) Depression oder gar eine Psychose. Mit Sport und einer angepassten Ernährung sowie der Einnahme von Nahrungsergänzung kann vorgebeugt werden.

 

Was genau ist der „Baby Blues“?

Der sogenannte Baby Blues, ist von der postnatalen Depression in der Form abzugrenzen, da es hier um auftretende Stimmungsschwankungen geht, die zwei bis fünf Tage anhalten können und damit bald nach der Geburt wieder abklingen.

Dieses Phänomen wird als himmelhochjauchzend und dann wieder zu Tode betrübt beschrieben. Erklärt wird das Phänomen damit, dass die Sexualhormone der Frau einen starken Anstieg während der Schwangerschaft haben und in den ersten Tagen nach der Entbindung wieder rapide abfallen.

Wenn dieser Zustand länger als zwei Wochen anhält, sollte zeitnah abgeklärt werden, ob es sich nicht doch um eine postnatale Depression handelt.

Wie äußern sich die Symptome einer postnatalen Depression?

Typische Symptome einer postnatalen Depression können sein: Undefinierbare und oft unbegründete Angstzustände, wenn Frauen sich extreme Sorgen um ihr Kind machen und Ängste über Kontrollverluste äußern

  • Eine starke Unruhe treibt Frauen an, zum Teil verbunden mit Panikattacken und der Befürchtung, verrückt zu werden
  • Eine Antriebslosigkeit – Dinge in Angriff zu nehmen fällt sehr schwer
  • Interessenlosigkeit für alles, was um einen herum passiert
  • Eine starke innerer Leere macht sich breit mit einer Unfähigkeit zu weinen. Das kann bis zur Vernachlässigung des Babys führen
  • Appetitstörungen können sich einstellen, die sich dann in Appetitlosigkeit äußern oder in einer Esssucht auftauchen können
  • Körperliche und geistige Erschöpfungszustände
  • Magen- und Rückenschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Verspannungen
  • Schwindel
  • Häufig treten Konzentrationsstörungen auf
  • Neigung zum Grübeln
  • Reizbarkeit und Stimmungschwankungen, Wutausbrüche und Aggression bis hin zur Gewalttätigkeit
  • Schlafstörungen, wie Einschlaf- und Durchschlafstörungen verbunden mit Depressionen
  • Schuldgefühle ohne jegliche Grundlage bis hin zu Selbstmordgedanken
  • Sexuelle Unlust und Ablehnen von Berührungen sowie Austausch von Zärtlichkeiten
  • Sozialer Rückzug
  • Eine tiefe Traurigkeit kann sich einstellen, Pessimismus und häufiges Weinen
  • Verlust des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins
  • Ein sich wiederholendes Gedankenmuster sich selbst oder auch dem Kind zu schaden
  • Bindungsprobleme zum Kind, Gleichgültigkeit, Zwiespältigkeit, Ablehnung des Babys

 

Welche Ursachen haben postpartale Depressionen aus der schulmedizinischen Sicht?

Leider werden die Symptome einer postpartalen Depression oft unterschätzt oder viel zu spät erkannt. Hier ist die Nachsorgehebamme, der Frauenarzt und das Umfeld angesprochen. Die Depression kann schwerwiegende Folgen für Mutter und Kind nach sich ziehen. Bei betroffenen Frauen können die Depressionen chronisch werden im schlimmsten Fall in Selbstmord enden. Das Kind kann sehr unter der Erkrankung der Mutter leiden und Bindungsstörungen sowie emotionalen und kognitiven Entwicklungsstörungen können die Folge sein. Schulmediziner nennen folgende Risikofaktoren:

  • Stress im Verlauf der Schwangerschaft
  • Die Geburt war traumatisch
  • Es sind Probleme in der Partnerschaft aufgetaucht
  • Die eigene Kindheit war belastend
  • Östrogen und Serotonin spielen eine wichtige Rolle

 

Wie werden postnatale Depressionen behandelt?

Zuerst muss der Schweregrad der Depression festgestellt werden. Dies geschieht anhand eines Fragebogens nach EPDS = Edinburgh Postnatal Depression Scale. Die herkömmliche Behandlung empfiehlt dann den Einsatz von Pharmazeutika sowie der Verordnung einer Psychotherapie.

Die Prozentsatzahlen an Patientinnen, die eine Wochenbettdepression mitgemacht haben, machen deutlich, dass dringend weitere Ursachenforschungen betrieben werden müssen.

Im Durchschnitt dauert die postnatale Depression ungefähr sieben Monate. Bei der Hälfte der Frauen stellt sich diese Störung bei einer Folgeschwangerschaft erneut ein. Mediziner werden aufgerufen, sich darüber Gedanken zu machen und nicht nur die Pharmazie zur Behandlung einzusetzen.

Weitere Faktoren gehören ins Rampenlicht wie der Lebensstil einer Patientin und wie versorgt sie sich mit den wichtigen Nähr- und Vitalstoffen? Eine ganzheitliche Therapie muss in Betracht gezogen werden.

 

Können Umweltgifte Auslöser einer postnatalen Depression sein?

Schwangere sind heutzutage einer Fülle von Belastungen durch zahlreiche Umweltgifte und Schadstoffe ausgesetzt. Von daher ist es absolut sinnvoll, diesen Aspekt in Verbindung mit einer Wochenbettdepression zu erörtern. Hier geht es um Schadstoffe, wie:

  • Schwermetalle, beispielsweise Methylquecksilber bei Fischen
  • Rückstände von Pharmazeutika und Impfungen
  • Haarfärbemittel und Chemie in Kosmetikartikeln sowie Möbeln
  • Auto- und Industrieabgase
  • Lebensmittelrückstände, wie Pestizide, Dioxin und Blei.

Diese Art Belastung mit Chemikalien können sich oft erst in den nachfolgenden Generationen zeigen – Laborversuche mit Ratten machen es deutlich.

Aktuell wird die Chemikalie Glyphosat diskutiert. Studien zeigen, wie stark dieser Stoff die Darmflora und damit das mikrobiologische Gleichgewicht beeinflusst. Das Entstehen von entzündlichen Prozessen wird der Weg bereitet und das Ungeborene und die Mutter können Schaden nehmen. Eine postnatale Depression kann die Folge sein.

Ebenfalls stehen aktuell Störungen im Stoffwechsel zur Diskussion, was die Aminosäure Kynurenin betrifft. Aminosäuren sind die kleinsten Bausteine vom Eiweiß. Laborversuche belegen, dass das Verhältnis von Kynurenin und einem weiteren Aminobaustein mit Namen Tryptophan, Aufschluss über den Beginn einer postpartalen Depression geben können.

 

Können Frauen einer postnatalen Depression während der Schwangerschaft vorbeugen?

Ja, Frauen können mit relativ einfachen alltäglichen Maßnahmen viel dazu beitragen, dass die Belastung an Umweltgiften reduziert wird:

  • Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren, Folsäure, Tryptophan, Kurkuma und Probiotika ist (nach Rücksprache mit einem Arzt) empfehlenswert
  • Leichter Sport wie Yoga oder Aerobic ist empfehlenswert
  • Den Einkauf von Nahrungsmitteln aus einer biologischen Landwirtschaft beziehen
  • Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel – keine Konservierungsstoffe und wenig Geschmacksverstärker sowie wenig Zucker
  • Die Verwendung von Kosmetika ohne krebserregende Stoffe, das betrifft auch die Reinigungsmittel
  • Im Haushalt natürliche Mittel wie Apfelessig und Schmierseife benutzen
  • Einen kritischen Umgang mit Medikamenten
  • Verzicht von Plastikgeschirr und Plastikdosen.

Neben Folsäure, Eisen, Vitamin D, B-Vitaminen und Magnesium sollte während der Schwangerschaft auf eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren. z.B. in Form von Fischöl, geachtet werden.

 

Welche weitere Vorbeugung und Unterstützung gibt es?

Hier kann versucht werden „Probiotika“ einzusetzen. Eine Lactose Balance bringt die Darmflora wieder ins Gleichgewicht und enthält lebensfähige Mikroorganismen. Außerdem soll Probiotika dazu beitragen, die Aktivierung antientzündlicher Reaktionen auszulösen und das Immunsystem zu stärken. Dieses wiederum kann dafür Sorge tragen, dass Angstsymptome sich abschwächen.

 

Fazit:

Die Einnahme von bestimmten Nährstoffen und Vitalstoffen hat nachweislich schon während Schwangerschaften positive Auswirkungen gehabt auf die Gesundheit von der Mutter und das noch ungeborene Kind. Und es kann helfen, dass das Risiko an einer postnatalen Depression zu erkranken, gesenkt wird oder gar nicht entsteht.

Verbunden mit weiteren positiven Veränderungen im persönlichen Lebensstil der gebärenden Frauen können sich positiv auswirken. Das kann moderater Sport sein und Körperübungen wie beispielsweise Yoga.

Mütter, die bereits an einer postnatalen Depression erkrankt sind und konventionelle Pharmazeutika nicht einnehmen möchten, sollten zu einer zusätzlichen Psychotherapie Alternativen auf naturheilkundlicher Basis prüfen.

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Wie entwickeln sich Zwillinge im Mutterleib?

Zwillinge: Ein doppeltes Familienglück als Geschenk der Natur

Die Wahrscheinlichkeit, eine Zwillingsschwangerschaft zu haben, ist sehr selten. Statistisch ist eine von weit über achtzig Schwangerschaften eine Zwillingsschwangerschaft. Künstliche Befruchtungen und Hormonbehandlungen sollen zu einer Förderung von Mehrlingsschwangerschaften führen. Aber auch erbliche Gesichtspunkte können zu einer Zwillingsschwangerschaft führen.

Zumindest stellen Zwillingsschwangerschaften alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Sowohl die ungeborenen Kinder als auch die Frau sind erheblichen Zusatzrisiken im Vergleich zu einer normalen Schwangerschaft ausgesetzt. Und auch die behandelnden Ärzte müssen bis zur vollendeten Geburt gut auf die werdende Mutter mit ihren Kindern aufpassen, damit es zu keinen unerwarteten Komplikationen kommt.

Auf YouTube gibt es eine tolle Doku über Zwillingsschwangerschaften von National Geographic:

 

Eineiige und zweieiige Zwillinge

Bei einer Mehrlingsschwangerschaft entwickeln sich mit einer Schwangerschaft gleich mehrere Kinder parallel im Bauch. Bei der Entbindung kommen die Kinder dann sehr kurz nacheinander auf die Welt. Bei einer Zwillingsschwangerschaft liegt die Wahrscheinlichkeit, eineiige Zwillinge auf die Welt zu bringen, bei ungefähr einem Drittel.

Eineiige Zwillinge haben ein sehr ähnliches Aussehen. Sie besitzen dasselbe Geschlecht und haben dieselbe Blutgruppe. Bei der Zellteilung entstehen die eineiigen Zwillinge nach dem Zufallsprinzip, indem sich eine Eizelle nach der Befruchtung in zwei Zellkerne teilt. Hierbei werden die exakten Erbanlagen geteilt und sind doppelt vorhanden.

Die Keimblasen nisten sich nebeneinander in der Gebärmutterschleimhaut ein und entwickeln sich, wenn die Teilung innerhalb der ersten drei Tage erfolgt. Dabei hat jeder Embryo eine eigene Fruchtblase und ist selbständig mit seiner eigenen Plazenta verbunden. Spätere Teilungen können zu Komplikationen führen, die teilweise behandelbar sind.

Bei zweieiigen Zwillingen kommt ein genetischer Gesichtspunkt zum Tragen. Aus diesem Grund sind die meisten Zwillingsgeburten zweieiige Zwillinge. Bei zweieiigen Zwillingen reifen zur gleichen Zeit zwei Eizellen heran und werden befruchtet. Die Kinder entwickeln sich parallel im Bauch der Mutter und haben komplett eigene Merkmale.

Sie unterscheiden sich letztlich wie alle Geschwister. Auch das Geschlecht kann unterschiedlich sein. Eine künstliche Befruchtung fördert eine Zwillingsschwangerschaft von zweieiigen Zwillingen, weil während der Behandlung mehrere befruchtete Eizellen in die Gebärmutter der Frau eingesetzt werden, die heranreifen können.

 

Der Zeitpunkt, an dem eine Zwillingsschwangerschaft festgestellt werden kann und die Risiken

Bereits ab dem zweiten Schwangerschaftsmonat kann mit einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden, ob eine Zwillingsschwangerschaft vorliegt. Auch die Fruchtblasen sind bereits erkennbar. Eine Zwillingsschwangerschaft ist immer gleichzeitig eine Risikoschwangerschaft. Sowohl für die Embryos als auch für die Frau entstehen durch diese Form von Schwangerschaft Gefahren, weshalb viele Untersuchungen und Kontrollen in kurzen Abständen erforderlich sind. Immerhin muss die Frau zwei Kinder gleichzeitig heranreifen lassen, und somit ist sie schon in der Schwangerschaft einer doppelten Belastung ausgesetzt.

Gleichzeitig erhöht sich statistisch die Wahrscheinlichkeit von Schwangerschaftskomplikationen. Sehr oft kommt es in diesem Zusammenhang zu Frühgeburten, Fehlgeburten, Fehlbildungen und Wachstumsstörungen. Hiermit einher gehen auch stärkere Belastungen bei der Frau, die durch die Mehrlingsschwangerschaft gleichzeitig mit mehr Gewicht konfrontiert wird.

Dieses Mehr an Gewicht schlägt sich auf den gesamten Körperablauf der schwangeren Frau nieder. Es kommt zu einer Überbeanspruchung des gesamen Knochen- und Muskelbaus der Frau, sodass Rückenschmerzen sehr häufig vorkommen.

Bluthochdruck, Verstopfungen, Krampfadern und Atemnot sind ebenfalls häufige Beschwerden bei Zwillingsschwangerschaften. Viel Ruhe und wenig Anstrengung können hierbei nicht immer eine positive Linderung bieten. Allerdings fördern Ruhe und wenig Anstrengung die Symptome nicht.

 

Risikogeburt nach einer Zwillingsschwangerschaft

Oftmals werden Zwillinge vaginal entbunden, wenn der Schwangerschaftsverlauf normal war und es zu keiner Frühgeburt kommt. Hierbei hat das erste Kind zumeist eine Kopflage. Bei Beckenlagen des zweiten Kindes wird zur Schmerzprävention der Frau eine Periduralanästhesie empfohlen. Diese Anästhesieform erleichtert der Frau das Ertragen der Schmerzen. Sollte es erforderlich werden, kann der zweite Zwilling auch mittels eines Kaiserschnitts entbunden werden.

Auch nach der Geburt bestehen noch Risiken für die Frau. Sie kann aufgrund der Überbeanspruchung ihrer Gebärmutter einen sehr hohen Blutverlust erleiden. Immerhin dauert es nach dieser Beanspruchung lange, bis sich die Gebärmutter wieder zurückbildet.

 

Weitere Komplikationen und Risiken bei Zwillingsschwangerschaften

Findet die Eizellenteilung erst nach dem dritten Tag statt, kann es zu anderen Reifungen der Embryos kommen. So bestehen dann vielleicht zwei Fruchtblasen, allerdings bedienen sich beide Kinder über eine Plazenta der Mutter. Dasselbe kann auch passieren, wenn sich beide Kinder in einer Fruchtblase befinden.

Die Versorgung beider Kinder über eine Plazenta bietet einen sehr hohen Risikograd. Es besteht immer die Gefahr, dass nur ein Kind ausreichend über die Plazenta versorgt wird, und das andere Kind in allen Entwicklungen zurückbleibt. Hier können besondere Behandlungsmethoden Abhilfe bringen.

Aber auch diese Methoden sind mit erheblichen Risiken für alle verbunden. Letztlich kann dies zur Gefährdung für beide Kinder und auch die werdende Mutter führen. Zellteilungen nach dem 12. Tag führen zumeist zu einem Zusammenwachsen der Föten und damit zu siamesischen Zwillingen, eine seltene Fehlentwicklung.

Um eine generelle Unterversorgung und eine Frühgeburt zu verhindern, werden heute alle medizinischen Möglichkeiten ergriffen, um die Kinder so lange wie möglich im Mutterleib zu belassen. Treten die Wehen allerdings vorzeitig ein, dann ist ein Verbleiben im Zustand nicht möglich. Auch wird eine Geburt eingeleitet, wenn abzusehen ist, dass sich ein Kind nicht ordnungsgemäß entwickeln kann und eine andere Behandlungsmethode nicht möglich ist.

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Unsere Tipps für den richtigen Zwillingskinderwagen

Sind Eltern in freudiger Erwartung von Zwillingen, stellt sich schnell die Frage nach einem Gefährt für den doppelten Familienzuwachs. Wünschenswert wäre ein Zwillingskinderwagen, der nicht nur den Kleinen genug Platz bietet, sondern auch einfach zu handhaben ist.

Vorab: Wir haben etliche Kinderwägen getestet und uns letztlich für diesen hier entschieden Zwillingskinderwagen Kombikinderwagen Buggy DANNY SPORT 5 TWIN 2 in 1 DS5 T (21-KB dunkel grau) Es handelt sich meiner Meinung nach um das beste Modell in dieser Preiskategorie.

Mit diesen ersten Überlegungen begeben sich die zukünftigen Zwillingseltern auf die Suche und sehen sich angesichts der Vielzahl an Modellen schnell überfordert. Stellen sich die Eltern im Vorfeld folgende Fragen, fällt die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Gefährt mit Sicherheit wesentlich leichter. 

  • Doppelsitzer oder Tandem?
  • Einsatz in Stadt oder auf dem Land?
  • Transport im Kofferraum?
  • Zusätzliche Ausstattung?
  • Kosten?

Sollen die Kinder nebeneinander oder hintereinander sitzen?

Das Verbraucherportal testly.de hat gerade einen interessanten Test über Zwillingskinderwägen veröffentlicht und ich das zum Anlass nehmen, hier meine Erfahrungen noch mal aufrollen.

In einem Doppelsitzer liegen bzw. sitzen die Kinder Seite an Seite. Platz finden sie abhängig vom Alter in einer Babyschale oder einem Kinderwagen-Sitz. Sind die Kinder entsprechend groß, genießen sie nebeneinander sitzend die freie Sicht nach vorn und können sich miteinander beschäftigen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Sitzkomfort aufgrund schmalerer Sitze tendentiell etwas geringer ist als bei einem Singlewagen. Die schmaleren Sitze sind dem Umstand geschuldet, den Zwillingskinderwagen nicht noch breiter zu machen, als er ohnehin schon ist.

In der Breite des Doppelsitzers liegt nämlich ein nicht zu unterschätzender Nachteil, da auf schmalen Wegen oder an der Kasse im Supermarkt mitunter kein Durchkommen möglich ist. Diesen Herausforderungen lässt sich nur mit einer durchdachten Routenplanung begegnen. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, diejenigen Wege und Einkaufsläden zu identifizieren, die problemlos passiert werden können.

In einem Tandemwagen sind die beiden Kinder hintereinander untergebracht. Er eignet sich insbesondere für Geschwisterkinder unterschiedlichen Alters. Während das größere Kind vorne sitzt und die Aussicht genießt, liegt das jüngere Kind hinten und schläft. Erhältlich sind jedoch auch Modelle, bei denen sich der vordere und hintere Sitz nicht voneinander unterscheidet, sodass der hintere Sitz in identischer Weise nutzbar ist und auch Zwillinge sehr gut Platz finden.

Nachteilig ist nicht nur, dass sich die Geschwister bei dieser Bauform nicht unterhalten können. Aufgrund seiner Länge kann der Tandemwagen schnell umkippen und auch bei engen Kurven sowie der Benutzung des Fahrstuhls wird es problematisch, wie unser Test gezeigt hat. Für das Passieren der Supermarktkasse oder das Einsteigen in Bus und Bahn sind die Tandem-Modelle wiederum ideal. In der Stadt lassen sie sich gut führen, doch für ausgiebige Spaziergänge auf unebenem Gelände sind sie nicht zu empfehlen.

Wo werden wir hauptsächlich unterwegs sein?

Kommt der Zwillingskinderwagen überwiegend in der Stadt zum Einsatz, sollte er leicht manövrierbar und wendig sein, um auch die kleinste Kurve nehmen zu können und Personen oder Dingen schnell ausweichen zu können. Das Gefährt verfügt idealerweise über Hartgummireifen, die gegenüber Luftreifen besonders haltbar und widerstandsfähig sind. Finden hingegen hauptsächlich Spaziergänge im Park, Wald oder am Strand statt, ist ein Kinderwagen mit größeren Luftreifen zu empfehlen, die ein Festfahren im Gelände verhindern und für eine zusätzliche Federung sorgen. Am besten Du unterziehst den Kinderwagen vor dem Kaufen selbst einem kleinen Test.

Ist eine häufige Mitnahme im Kofferraum erforderlich?

Sofern geplant ist, viele Strecken mit dem Auto zurückzulegen, muss der Zwillingskinderwagen zusammenklappbar sein. Um sicher zu gehen, dass das gewünschte Modell tatsächlich in den Kofferraum passt, sollte im Vorfeld Maß genommen werden. Auch das Reisen mit der Bahn ist aufgrund schmaler Zugtüren und Gänge nur mit einem zusammenklappbaren Modell möglich.

Welche Rolle spielt passendes Zubehör?

Vielen Eltern ist ein großzügiger Stauraum wichtig. In ihm lassen sich die erledigten Einkäufe einfach unterbringen. Halterungsmöglichkeiten für den Sonnenschirm sowie ein Regen- und Insektenschutz zählen ebenso zur Ausstattung eines Kinderwagens, auf welche selten verzichtet wird. Verfügt das gewünschte Modell nicht über das entsprechende Zubehör, wird es mitunter sehr schwierig, das Teil anderswo zu besorgen.

Zwillingskinderwagen im Test: Wie viel wollen wir ausgeben?

Bevor sich die Eltern auf die Suche begeben, sollten sie überlegen, wie viel sie bereit sind für den Zwillingskinderwagen zu zahlen. Da er doppelt so groß ist wie ein Singlewagen, ist der Preis entsprechend höher. Zwar finden sich Modelle, die mit deutlich über 1.000 Euro im sehr hohen Preissegment liegen, doch sind jene für mehrere hundert Euro nicht zwangsläufig schlechter. Ist der Kinderwagen noch in einem guten Zustand, kann auch ein Modell aus zweiter Hand eine gute Option sein.

Nicht selten fällt die Entscheidung auf einen Kombi-Zwillingskinderwagen, dessen Vorteil in der langen Nutzungsdauer liegt. Hierbei wird der Nachwuchs zunächst in einer Softtasche oder Babywanne transportiert. Sobald die Kinder sitzen können, lässt sich der Kombi-Kinderwagen mit wenig Aufwand in einen Sportwagen mit entspechenden Sitzen verwandeln.

Alternativ besteht die Möglichkeit, für die Zwillinge im Säuglingsalter einen Liegekinderwagen zu nutzen. Sind die Kinder dann im Sportwagenalter, werden sie in einem Zwillingsjogger oder Buggy transportiert. Durch seine leichte Beweglichkeit und die kompakte Form wird der platzsparende Buggy zum optimalen Begleiter in der Stadt.

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Wie lange wird die Schwangerschaft mit meinen Zwillingen wohl dauern?

Eine Frage die sich jede Frau im Laufe Ihrer Zwillingsschwangerschaft sicherlich stellt. Nun, Dauer einer Schwangerschaft mit Zwillingen hängt sicherlich von vielen Faktoren ab. Die eigene körperlichen Vorrausetzungen sind ebenso ausschlaggebend wie das schwangerschaftentsprechende Verhalten. Immer wieder machen Gerüchte und Mythen von von recht kurzen Zwillingsschwangerschaften ihre Runde und nicht selten ist das erste, was man vom Frauenarzt zu hören bekommt „die kommen sowieso früher“ !

Das muss man sich mal vorstellen!

Ist es nicht schon genug, dass eine Frau mit einer Zwillingsschwangerschaft bereits genug Energie aufwenden muss, um ihr Leben neu zu sortieren, um sich auf das Kommende einzustellen? Ist nicht das einzige was eine zwillingsschwangere Frau benötigt Zuspruch? Sorgen und Zukunftsängste hat jede Mutter, das ist normal. Aber helfen solche Mythen und Schauergeschichten von kurzen Schwangerschaften weiter?  – NEIN!

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Damit die Erinnerungen nicht verblassen…

Dass eine Schwangerschaft mit Zwillingen etwas ganz Besonderes ist, brauche ich gar nicht mehr betonen. Doch verblassen die Erinnerungen daran oft viel zu schnell und manche Zwillingsmutter wünscht sich die Zeit zurück, um noch einmal das einzigartige Gefühl der Kinder im Bauch zu spüren und diese innige Beziehung wieder aufleben zu lassen.

Was spricht also dagegen, sich die Erinnerung frühzeitig zu bewahren? Nichts, denn diese Erinnerung wird oft einzigartig bleiben, da Eltern die Zwillinge bekommen haben, damit oft die Familienplanung abschließen.
Doch wie konserviert man diese Zeit? Natürlich mit vieeeelen Fotos vom Bauch. Selbstverständlich eine schöne Erinnerung auf der Basis von zwei Dimensionen. In regelmäßigen Abständen abgelichtet ergibt die Volumenzunahme des Schwangerschaftsbauches sogar ein exzellentes Daumenkino.
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Das Zwillingskissen Plus von My Brest Friend

Wir hatten ja schon vor einiger Zeit einen mehrteiligen Erfahrungsbericht zum Thema Stillen von Zwillingen veröffentlicht und möchte euch nun ein Produkt vorstellen, welches Euch ein sehr guter Helfer sein kann: Das Zwillingskissen Plus.
Das Stillkissen wurde speziell auf die Bedürfnisse einer stillen Zwillingsmutter abgestimmt und kann bei dem Vorhaben, seine Zwillinge stillen zu wollen enorm hilfreich sein. Weiterlesen

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Zwillinge stillen – Erfahrungsbericht über das Stillen von frühgeborenen Zwillingen (Teil 9)

Einführung der Beikost
Ich kenne einige Familien, in denen die Kinder weder Gläschen noch Brei bekommen, sondern einfach weiter gestillt werden, bis sie nach und nach das essen, was der Rest der Familie auch isst. Das geht mit Zwillingen nicht! Mit sechs Monaten war eine Grenze erreicht, wo ich einfach nicht noch mehr essen konnte, um genug Milch zu produzieren. Weiterlesen

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Zwillinge stillen – Erfahrungsbericht über das Stillen von frühgeborenen Zwillingen (Teil 8)

 

Stillen und Arbeiten?!

Geht das? Ja, mit Einschränkungen und riesigem Organisationsaufwand. Es war so schön geplant: Beim Milchabpumpen entstand reichlich Überschuss, den ich in kleinen Beuteln einfror. Wenn ich ein paar Stunden pro Woche zum Arbeiten außer Haus sein wollte, sollten die Omas den Zwillingen die aufgetaute Muttermilch mit der Flasche füttern. Weiterlesen

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Zwillinge stillen – Erfahrungsbericht über das Stillen von frühgeborenen Zwillingen (Teil 7)

Einfluss der Verwandten und Freunde auf das Stillen

Den größten Einfluss auf das Stillen hat der Papa. Wenn er nicht dahintersteht, dann kann man das Stillen bleiben lassen! Dabei reicht es nicht, dass er prinzipiell das Stillen gut findet, er muss seine Familie auch tatkräftig unterstützen.
Ich möchte den Zeitaufwand für das Stillen einmal mit einem gewöhnlichen Arbeitstag vergleichen: Wenn die Kinder bereits einen VierStundenRhythmus haben, dann trinken sie sechs Mal in 24 Stunden. In den ersten Wochen oder auch Monaten können das aber auch acht Mahlzeiten am Tag sein. Ich brauchte für Stillen, Bäuerchen und Wickeln immer bis zu eineinhalb Stunden, später weniger. Das heißt, ein MamaArbeitstag dauert locker neun Stunden, meistens aber länger. Er ist nur gleichmäßig auf 24 Stunden verteilt, d.h. die neun Stunden Arbeit finden Großteils nicht zu Bürozeiten statt. Und in dieser Zeit ist noch kein einziger Handstreich im Haushalt eingerechnet, kein Spielen und Schmusen mit den Babies, weder Rückbildung-noch Babymassagekurs, weder Kochen noch Essen. Was erschwerend hinzu kommt, ist die Tatsache, dass die Mama monatelang niemals länger als drei Stunden am Stück schläft. Weiterlesen

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Zwillinge stillen – Erfahrungsbericht über das Stillen von frühgeborenen Zwillingen (Teil 6)

Wieviel muss die stillende Mama essen und trinken?
„ Das Stillen erhöht den Energiebedarf der Mutter um 500 kcal, das entspricht …“ So las ich es in einem Stillbuch; es folgte eine Aufzählung, wie vielen Scheiben Brot und anderen Nahrungsmitteln das entspräche. Heute kann ich über den oben zitierten Satz nur noch lachen, denn er trifft vielleicht in den ersten zwei Wochen der Stillzeit zu, dann aber sicher nicht mehr. Weiterlesen

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