Schlafprobleme in der Zwillingsschwangerschaft – Das kann helfen! (Teil 2)

…und hier nun noch mehr Tipps gegen mögliche Schlafprobleme in der Zwillingsschwangerschaft!

 

Schlafstörungen durch Positionsveränderungen

Viele Schwangere kennen das Problem, je dicker der Bauch, umso schwerer kann man sich im Bett drehen. Ein wenig Abhilfe kann hier ein sogenanntes Wendelaken schaffen, dass im Fachhandel erhältlich ist. Leider war mir das während meiner Schwangerschaft nicht bekannt, sodass ich es nicht ausprobieren konnte.  Durch Verminderung der Reibung erleichtert das Laken der schwangeren Frau das Drehen im Bett. Die zwei glatten Seiten des Lakens, die einander zugewandt sind, gleiten beim Wenden gegeneinander und es wird viel einfacher sich zu drehen. Ihr könnt euch natürlich auch Hilfe von eurem Partner geben lassen. Manchmal reicht ein kleiner Schubs und ihr habt es geschafft. Bis zur nächsten Drehung… 😉

 

Schlafstörungen durch Rücken-, Hüft,- und Lendenschmerzen

Ein großes Problem, gerade für Frauen mit einer Zwillingsschwangerschaft,  sind Schmerzen im Bereich der Hüfte und Lenden, was durch die Dimensionen manch eines Bauches auch nicht unbedingt verwundert. Außerdem kann die Kindslage im Mutterleib eine erhebliche Rolle spielen. Meine Kinder lagen z.B. beide mit den Köpfchen nach unten und dadurch nebeneinander. Wenn ich also auf der Seite lag (eine andere Stellung ging gar nicht mehr) und mich auf die Andere drehen wollte, dann mussten sich die Kleinen erst wieder „neu sortieren“. Nun lag ja das Kind, welches vorher oben lag, unten und umgekehrt. Das hat mir zum Ende der Schwangerschaft echte Schmerzen bereitet! Ich habe einfach versucht den Bauch so gut es ging mit den Händen zu fixieren, wenn ich mich gedreht habe. Die richtige Liegeposition zu finden konnte dadurch eine echte Herausforderung werden und endete nicht selten mit Verzweiflung. Abhilfe konnte hier eine breite Auswahl an Kissen schaffen. Kleine Kissen, große Kissen, schmale Kissen und breite Kissen. Sehr zu Empfehlen sind hier Stillkissen, die auch nach der Geburt euer Zwillinge in verschiedensten Bereichen zum Einsatz kommen werden. Ich habe sie überall wo es nur ging als Stütze und Füllmaterial genutzt! Unterm Kopf, zwischen den Beinen, um den Hüftschmerzen entgegen zu wirken (denn häufig treten diese durch das Aufeinanderliegen der Beine in Seitlage auf) und rings um den Bauch herum, damit er sich, der Schwerkraft nach, nicht so sehr verschiebt. Zu Anfang war unser Wasserbett eine Wohltat. Als der Bauchumfang jedoch wuchs, da hat es meine Probleme eher verstärkt, denn das Umdrehen fällt darin ohnehin schon schwerer. Auch ohne Mega-Zwillingsbauch! Ich habe mir eine extra Matratze neben das Bett gelegt. So konnte ich, je nach Bedarf, den Schlafplatz wechseln. Auch nächtliche Sitzungen in der warmen Badewanne konnten meine Rückenschmerzen vorrübergehend lindern. Denkt aber daran, dass Rückenschmerzen auch Anzeichen für Wehen sein können! Da bietet die Wanne wieder eine gute Möglichkeit herauszufinden welche Art Wehen es sind: Übungswehen oder geburtswirksame Wehen. Bei Übungswehen wird es im Laufe der Badezeit besser, bei geburtswirksamen Wehen nicht! Dann solltet ihr sofort zum Arzt und ein CTG schreiben lassen um sicher zu wissen, was da los ist.

Schlafstörungen durch Harndrang

Ein zunehmender Harndrang kann die Schlafphasen in der Nacht ebenfalls sehr verkürzen. Ich bin gerade gegen Ende meiner Zwillingsschwangerschaft jede Stunde auf die Toilette gerannt. Viel Trinken ist sehr wichtig, besonders in der Schwangerschaft. Daran solltet ihr auch nicht sparen! Außerdem würde es eh nichts nützen, da es auch hormonell bedingt zum häufigeren Urinlassen kommt. Am Anfang der Schwangerschaft ist es euch bestimmt schon aufgefallen. Und da kann es noch keinen Druck auf die Blase geben, weil die Kinder noch „Würmchen“ sind. Hier müsst ihr euch wohl einfach dem Schicksal fügen, denn Schwangere müssen halt ständig auf die ToiletteJ

 

Schlafstörungen durch Sodbrennen

Sodbrennen kann durch Magensäure entstehen, die in Speiseröhre gelangt und ein unangenehmes Brennen in Höhe des Brustbeins verursacht. Während der Schwangerschaft verursacht das Hormon Progesteron eine Art Erschlaffung des Schließmuskels, der den Magen in Richtung Speiseröhre verschließt. Ihr könnt dem Sodbrennen vorbeugen, indem ihr auf scharf gewürzte und säurehaltige Speisen und Getränke (Kaffee und Schokolade) verzichtet. Außerdem ist es ratsam einen überfüllten Magen zu verhindern. Verteilt also eure Hauptmahlzeiten auf mehrere Kleinere am Tag. Zum Ende der Zwillingsschwangerschaft wird euch fast nichts anderes mehr übrig bleiben, denn für große Mengen auf einmal ist kein Platz mehr. Esst nicht unmittelbar vor dem Schlafen gehen, sondern mindestens eine Stunde vorher. Durch einen leicht erhöhten Oberkörper (durch Kissen oder verstellbaren Lattenrost) wird ein zurückfließen der Magensäure in die Speiseröhre  verhindert.

Vielleicht habt ihr auch noch einige Tipps und Tricks, die euch die Nächte angenehmer gemacht haben. Wenn dem so ist, dann schreibt doch einfach einen Kommentar!

 

Zwillingsschwangerschaft – An Schlaf ist nicht zu denken?!

Schlafprobleme in der Zwillingsschwangerschaft – Das kann helfen! (Teil 1)

Schlafprobleme in der Zwillingsschwangerschaft – Das kann helfen! (Teil 2)

 

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2 Antworten zu Schlafprobleme in der Zwillingsschwangerschaft – Das kann helfen! (Teil 2)

  1. Astrid Oberhammer sagt:

    Oh Gott, die letzten 2 Monate waren der Horror. Bis dahin verlief ja alles halbwegs normal, aber dann wurde zuerst das Sodbrennen immer schlimmer, dann die Schlaflosigkeit. Ich lag meistens von 1 Uhr bis 5 Uhr wach. Zu Hause ging es mit fernsehen, lesen. Aber dann, als noch die Diabetes und die Neurodermitis dazu kamen, dieses Jucken von Mitternacht bis 17 Uhr durchgehend:-( Und weil mich die 2 nicht mehr auf der Seite schlafen ließen, musste ich 1 Monat sitzend schlafen. Das hat mein Kreuz-Darmbein-Gelenk nicht mitgemacht. Bis 6 Wochen nach der Geburt konnte ich fast nicht mehr gehen und die 2 Etagen im Haus… Na ja, die Einzelheiten erspare ich euch. Mein Arzt hat jedenfalls gemeint, das wäre einer aktiven Sportbetreiberin nie passiert. Also, mein guter Rat: Yoga, walken so lange es geht. Die Mutterbänder überdehnen sich sonst zu sehr!

  2. Paula sagt:

    Ich hatte zum Glück nur Sodbrennen und konnte herrlich schlafen. Die Seitenlage war optimal für mich.

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