Eine Palme für die Nacht!

Ein Vater hat pflichten! Je nach häuslicher Situation sind sie jedoch nicht mehr so starr angelegt wie noch vor zwanzig oder dreißig Jahren. Heute verschwimmen die Aufgaben in einem Haushalt ein wenig und werden zuweilen gar gänzlich zwischen Männchen und Weibchen getauscht. So gehen Väter heutzutage ganz natürlich in Elternzeit und kümmern sich um den Haushalt und die Kinder, während die Mütter das Geld nach Hause bringen. Auch bei uns ist es so, dass ich daheim einige Aufgaben zu erledigen habe.

Und ich mache es gern! Ich sträube mich nicht (ok, vielleicht manchmal 😉 ), denn es bringt Spaß und gibt mir die Möglichkeit Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. So ist es zum Beispiel allabendlich  meine Aufgabe, unsere Zwillingsmädels bettchenfein zu machen. In der Regel beläuft sich das auf ausziehen (helfen), dann oder dabei rumalbern, waschen, wieder quatsch machen und dann wieder anziehen (helfen). Natürlich, wie es sich für einen Vater gehört, wird dabei meistens kräftig getobt J!

Doch nun wird es ein wenig komplizierter! – Haare machen

Haare machen ist nicht für Männer bestimmt. Wir können es nicht oder uns fehlt die Geduld oder sogar die genetische Veranlagung. Sicher gibt es auch hier Ausnahmen, doch ich wage zu behaupten, dass der Großteil des männlichen Geschlechts sich auf einen Kurzhaarschnitt und eine wenig Gel beschränkt. Es sei denn Man(n) ist Samurai oder Sumoringer – aber ich glaube selbst diese Männer bekommen die Haare gemacht.

Nun ist es jeden Abend so, dass meine Zwillingsmädels Frisuren wollen. Nicht einfach eine Spange ins Haar, nein eine Frisur! Nun versuche man sich einmal vorzustellen, wie ein Bauarbeiter, Landwirt oder Schlosser seiner vierjährigen Tochter mit seinen großen, rauen Händen versucht einen Zopf zu flechten. Ich glaube das Ergebnis kann sich jeder vorstellen J. Ich muss dazu sagen, dass ich keinen dieser Berufe ausübe aber trotzdem so meine Schwierigkeiten mit dem flechten habe. Das Ergebnis wäre auch nicht Salonfähig und würde sowieso täglich vom innerfamiliären Controlling eliminiert werden.

Trotzdem, Frisuren werden verlangt und Papas machen ja bekanntlich alles für ihre Töchter und somit wurde die „Palme“ geboren. Auch diese Frisur verlangt ein wenig Übung, ist aber gar nicht so schwer, wenn man einmal kapiert hat, wie man die Haare durch das Zopfgummi wurschtelt. Diese Schöpfung coiffeurischen Könnens hat mehrere Vorteile. Sie hält die Haare beim Essen und Schlafen aus dem Gesicht und ist auf jeden Haartyp und für jede Haarlänge anwendbar. Es ist lediglich drauf zu achten, dass genügend Haargummis zur Verfügung stehen.

 

Sei es drum, die Kinder haben Spass , der Vati is zufrieden und die Mutti sieht drüber weg, denn es ist ja nur eine Palme für die Nacht. Morgens gibt es dann wieder Mamas akkurat geflochtene Zöpfe! Weiß der Teufel, wie sie das hinkriegt…

Jetzt seid ihr dran, wer macht bei euch Zuhause die Frisuren? Mama, Papa oder wird generell nur kurz getragen? Ich freue mich auf eure Kommentare!!!

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